Schadstoffcheck · Stand 5.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Schadstoffe im Altbau: was vor dem Umbau zu klären ist

Wer einen Altbau renoviert, schleift, bohrt oder abbricht, kann Schadstoffe freisetzen, ohne es zu merken. Hier siehst du, welche Stoffe typisch sind und was vor Arbeitsbeginn passieren sollte.

Allgemeine Information, ersetzt keine Fachberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag zeigt, worauf du achten kannst. Ob ein Schadstoff vorhanden ist, lässt sich nur im Labor feststellen.

Alte Gebäude enthalten Baustoffe, die damals üblich waren und heute als Schadstoff gelten. Solange sie unberührt bleiben, ist das oft kein Problem. Beim Schleifen, Abbrechen, Bohren oder Abschaben können aber feine Fasern oder Stäube in die Luft gelangen. Darum gehört die Abklärung vor den Arbeitsbeginn, nicht danach.

Welche Stoffe typisch sind

Vier Stoffe kommen in Schweizer Altbauten immer wieder vor. Die Jahresangaben sind Richtwerte, kein Beweis.

  • Asbest: in Plattenklebern, Spachtelmassen, Fugen, Putzen, Bodenbelägen wie alten Vinylplatten, in Eternit und in Brandschutzplatten. Das Gebäude ist bis etwa Baujahr 1990 verdächtig.
  • PCB: in elastischen Fugenmassen und in manchen Anstrichen, vor allem bei Bauten etwa zwischen 1955 und 1975.
  • Blei: in alten Farben und Anstrichen, besonders auf Holz, Metall und Fenstern.
  • PAK: in teerhaltigen Parkettklebern und Abdichtungen, bei älteren Holzböden auf Unterlagsboden oder Beton.

Woran du Verdachtsfälle erkennst

Mit blossem Auge siehst du keinen Schadstoff. Es gibt aber Hinweise, bei denen eine Probe sinnvoll ist:

  • Das Gebäude wurde vor 1991 gebaut oder umgebaut.
  • Unter dem Parkett oder dem Belag liegt ein dunkler, klebriger oder pechartiger Kleber.
  • Alte Bodenplatten, meist quadratisch und fugenlos verlegt, lassen sich nicht einfach lösen.
  • Fugen zwischen Betonteilen oder Fenstern sind zäh und dauerelastisch, aber alt und verfärbt.
  • Wandfarben und Lack sind mehrschichtig und blättern in grossen Flächen ab.
  • Du weisst nicht, was früher an den Bauteilen gemacht wurde.

Keiner dieser Punkte beweist etwas. Alle zusammen sind aber ein guter Grund, nicht zu raten.

Warum vor dem Schleifen eine Probe nötig ist

Beim Parkett schleifen, beim Entfernen alter Platten oder beim Abbruch wird das Material zerkleinert. Genau dabei werden Fasern und Stäube frei. Wer es erst danach merkt, hat die Wohnung oder das Haus bereits belastet, und die Arbeiter haben es eingeatmet.

Eine Probe vorher kostet Zeit, verhindert aber, dass die Arbeiten gestoppt, Räume gesperrt oder Flächen aufwendig gereinigt werden müssen. Bei einem Verdacht gilt: erst Probe, dann Arbeit.

In der Schweiz gibt es zudem Vorgaben, die Bauherren und Unternehmer zur Abklärung verpflichten können. Welche Pflichten für dein Vorhaben gelten, klärt eine Fachstelle. Wir geben dazu keine Rechtsauskunft.

So läuft die Abklärung ab

  1. Verdacht klären. Baujahr, Bauteile und frühere Umbauten zusammentragen. Fotos helfen.
  2. Probe nehmen. Eine Fachperson entnimmt Proben an den verdächtigen Stellen. Das solltest du nicht selbst tun.
  3. Labor. Das Labor untersucht die Probe auf die einzelnen Stoffe.
  4. Befund. Du erhältst einen schriftlichen Bericht, welche Stoffe wo vorhanden sind und in welcher Menge.
  5. Sanierung, falls nötig. Ist ein Schadstoff nachgewiesen, übernimmt eine anerkannte Fachfirma die Sanierung. Erst danach geht der normale Umbau weiter.

Die Sanierung selbst machen wir nicht. Sie gehört in die Hände von Firmen, die dafür ausgebildet, ausgerüstet und anerkannt sind.

Was Casa Semplice macht und was nicht

Wir übernehmen den Teil davor und danach:

  • Wir organisieren den Schadstoffcheck vor Arbeitsbeginn und stellen den Kontakt zu einer spezialisierten Fachstelle her. Deine Angaben geben wir nur mit deiner Einwilligung weiter.
  • Wir planen die Arbeiten mit dem Befund weiter, zum Beispiel beim Parkett oder bei den Plattenarbeiten.

Was wir nicht tun:

  • Wir sanieren keine Schadstoffe selbst.
  • Wir beurteilen nicht, ob ein Stoff gefährlich ist. Das macht die Fachstelle mit dem Laborbericht.
  • Wir geben keine Rechtsberatung.

Was die Abklärung kostet, hängt vom Gebäude und vom Umfang ab. Wir klären es, bevor etwas beginnt.

Wo du dich selbst informieren kannst

Die SUVA und das Forum Asbest Schweiz (FACH) stellen Merkblätter und Hinweise zu Asbest und weiteren Gebäudeschadstoffen bereit:

Kurz zusammengefasst

  • Gebäude bis etwa 1990 können Asbest enthalten, PCB und PAK stecken oft in Fugen und Klebern aus den Jahren 1955 bis 1975, Blei in alten Farben.
  • Mit blossem Auge erkennst du keinen Schadstoff, nur Hinweise.
  • Vor Schleifen, Abbruch oder Bohren gehört eine Probe, nicht danach.
  • Die Sanierung macht eine anerkannte Fachfirma, nicht ein normaler Handwerksbetrieb.
  • Wir organisieren den Schadstoffcheck, sanieren aber nicht selbst. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Stand 5.10.2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung und keine Untersuchung. Ob in deinem Gebäude Schadstoffe stecken, klärt nur eine Probe.

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